Liebe Freunde der Münchner Geigentage,

wir Münchner Geigen- und Bogenbauer machen Instrumente und Bögen, die zur gleichen Familie gehören und wir machen es, jeder für sich, etwas anders. So anders wie die

Persönlichkeiten dahinter. Ein wenig wie das berühmte Beispiel von den fünf Köchen, die mit denselben Zutaten fünf völlig unterschiedliche Ratatouilles bereiten. Wir möchten Ihnen das breite Spektrum des Münchener Geigen- und Bogenbaus vorstellen und laden Sie herzlich zu einem fruchtbaren Austausch ein.

Alle Wege zu einem guten Instrument oder Bogen sind erlaubt und wir bieten einen hohen Standard. Alle Arbeiten in dieser Ausstellung sind von professionellen Geigenbauern und Bogenbauern von Hand gefertigt. Und so unterschiedlich wie wir, so unterschiedlich sind auch unsere Instrumente und Bögen. Und so individuell wie wir, so sind es auch unsere Adressaten, die Geiger, Bratscher, Cellisten und Bassisten. Erst zusammen ergeben wir einen Sinn. Wir wünschen viel neugierige Freude am Ausprobieren!

Herzlichst, Ihre Münchner Geigen- und Bogenbauer

 

 

 

Grußwort der Schirmherrin
Anne-Sophie Mutter

Liebe Besucher der Münchner Geigentage 2019,

es ist mir eine große Freude, die Münchner Geigentage begleiten zu dürfen. Denn mit seinen über 50 Geigenbauern hat sich die bayerische Metropole zu einem Zentrum des europäischen Geigenbaus entwickelt. Und dass die Geigentage erstmals im Bayerischen Nationalmuseum stattfinden können, erfüllt die Münchner Geigenbauer und Bogenmacher wie auch mich gleichermaßen mit Stolz.

Nur auf den ersten Blick scheinen die Geigentage vor allem für Berufsmusiker, Studenten und Laienmusiker interessant zu sein: Das Veranstaltungsprogramm bietet Musikinteressierten aller Altersgruppen faszinierende Einblicke – und Hörerlebnisse. Dabei offenbaren die Exponate nicht nur die Qualität und den Facettenreichtum des modernen Streichinstrumentenbaus, sie können von den Besuchern auch selbst angespielt und ausprobiert werden. Vorträge über den Geigenbau, ein Aktionswochenende für Kinder und Musikschulen sowie eine lebende Werkstatt lassen den traditionsreichen Beruf mit seinen jahrhundertealten Handwerkstechniken hautnah miterleben. Ganz besonders freue ich mich auf die Solo- und Streichquartettkonzerte, bei denen großartige Musiker die in der Ausstellung gezeigten Instrumente spielen.

Sie dürfen sich also auf spannende Tage freuen: Ich wünsche allen Besuchern, Instrumentenbauern und Musikern wunderbare und unvergessliche Geigentage in München.

Ihre Anne-Sophie Mutter

 

 

 

Grußwort des Münchner Oberbürgermeisters
Dieter Reiter

Die Dichterin Ingeborg Bachmann, die weiß Gott keine Wahlmünchnerin aber doch der Musik sehr verbunden war, hat den musikalischen Erlebniswert Münchens auf den ebenso schönen wie einfachen Nenner gebracht, wonach man hier die besten Konzerte hören könne. Recht hat sie! Nur wenige Städte verfügen über ein vergleichbar breites und hochkarätiges Spektrum an Musik, haben so wie wir gleich mehrere weltberühmte Spitzenorchester, zahlreiche Liebhaberensembles und Musiktheater. Dazu erstklassige Festivals und Konzertreihen, renommierte Konservatorien und eine ganze Reihe von Musikschulen.

Manches davon gibt es schon jahrzehntelang und anderes sogar seit Jahrhunderten. Ganz am Anfang der Musikstadt München aber steht der Instrumentenbau. So werden hier etwa Saiteninstrumente seit mehr als 500 Jahren hergestellt, und schon in der Münchner Hofkapelle hat man auf hiesigen Violinen gespielt. Überhaupt die Geigenbauer! Wie lebendig gerade auch die Königsdisziplin der Branche bei uns ist, das zeigen regelmäßig die Münchner Geigentage, die das kunstvolle Handwerk hier seit über 20 Jahren mit Ausstellungen, hochkarätigen Konzerten und vielen Mitmachangeboten feiern – für gewöhnlich im Münchner Stadtmuseum und heuer erstmals im Bayerischen Nationalmuseum. Beteiligt daran ist inzwischen ein Großteil der über 50 Münchner Geigenbauerinnen und Geigenbauer. Mehr gibt es nur noch in Cremona, der Stadt der Amati, Stradivari und Guarneri. Und so machen die Münchner Geigentage unserer Stadt gleich in mehrfacher Hinsicht alle Ehre. Dafür bedanke ich mich bei allen Mitwirkenden recht herzlich und wünsche den Münchner Geigentagen 2019 einen vollen Erfolg!

 

 

 

 

 

 

Grußwort Des Generaldirektors des Bayerischen Nationalmuseums
Dr. Frank Matthias Kammel

Die etablierten Münchner Geigentage finden erstmals im Bayerischen Nationalmuseum statt und wir freuen uns sehr, die Ausstellung der Münchner Geigen- und Bogenbauer in unserem Haus begrüßen zu dürfen. Die Verbindung stößt auf beste Voraussetzungen, denn das Thema Musikinstrumente gehört zu den vielen Facetten dieses Museums. Unsere kleine aber feine Sammlung enthält einige bedeutende Streich- und Zupfinstrumente Münchner und bayerischer Hersteller und mit Instrumenten aus Privatbesitz der Wittelsbacher Kurfürsten wird ein Schlaglicht auf das Musizieren als wichtiges Element der höfischen Kultur und Erziehung des 17. und 18. Jahrhunderts geworfen. In unseren museumspädagogischen Angeboten für Kinder und Familien ist das aktive Musizieren ein stets beliebtes Feld. Der Mars-Venus-Saal, in dem die Geigenbauer mit Ausstellung, Konzerten und Vorträgen zu Gast sind, hat sich in regelmäßigen Aufführungen kleinerer Besetzungen vielfach als stimmungsvoller Konzertraum bewährt.

Die Frage, wie Meisterwerke entstehen, steht bei uns immer wieder im Mittelpunkt. Die Gelegenheit, aus erster Hand in die Kunst des Geigenbaus eingeweiht zu werden, wird deshalb nicht nur die Laienmusiker unter unseren Besuchern freuen. Ebenso werden jene, die speziell wegen der Geigentage ins Bayerische Nationalmuseum kommen, anregende Eindrücke von unseren vielfältigen Sammlungen aus Kunst- und Kulturgeschichte gewinnen können.

So wünsche ich den Geigentagen 2019 allen Erfolg und Besuchern wie Ausstellern viel Freude.

Dr. Frank Matthias Kammel

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